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Forensik im kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils)

Die Klinik für Forensische Psychiatrie am kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils) hält 154 Budgetbetten für strafrechtlich untergebrachte Patientinnen auf sieben Stationen vor. Es werden ausschließlich Frauen behandelt, während für männliche Forensik-Patienten die Klinik für psychiatrische Forensik des kbo-Isar-Amper-Klinikums München-Ost zuständig ist. Die Zuständigkeit einer Maßregelvollzugseinrichtung ist im Strafvollstreckungsplan geregelt. In Taufkirchen werden Frauen aus ganz Bayern behandelt.

Die fünf Stationen des Neubaues bestehen aus jeweils einer Aufnahmestation für untergebrachte Patienten gemäß §63 und §64 StGB, einer Station für Suchtkranke (§64 StGB) mit Plätzen für Kinder (bis zum 3. Lebensjahr), eine Station, die Psychotherapie für spezielle Persönlichkeitsstörungen anbietet und eine Station für Patientinnen mit besonders chronifiziertem und langwierigem Krankheitsverlauf. Neben diesen fünf Stationen des Neubaues gibt es zwei weiterführende Stationen, die einen Lebensraum mit verantwortbaren Freiräumen anbieten und Patientinnen gezielt auf ihre geplante Entlassung vorbereiten.

Außerdem existieren auf dem Klinikgelände zwei Entlassstationen (Wohngemeinschaften) mit je vier Plätzen. Hier leben die Patientinnen vor ihrer Entlassung aus dem MRV selbständig ihren Alltag und werden von forensisch geschultem Personal betreut.

Die 44 im Jahr 2010 aus dem Maßregelvollzug in Taufkirchen entlassenen Patientinnen hatten eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2 Jahren 7 Monate, die im Jahr 2011 entlassenen 43 Patientinnen hatten eine durchschnittliche Verweildauer von 2 Jahren und 1 Monat. Die Zahl bezieht sich auf die Gesamtheit der im Maßregelvollzug in Taufkirchen untergebrachten Patientinnen und umfasst sowohl Erledigungen, Aussetzungen wie auch Abbrüche der Maßregel nach § 64 StGB (wegen „Aussichtslosigkeit“).

Während der fünfjährigen Bewährungszeit (Führungsaufsicht), die sich an eine Aussetzung des Maßregelvollzug zur Bewährung anschließt, erhält die ehemalige Patientin in der Regel die gerichtliche Auflage einer ambulanten Nachsorge, meist durch die Forensische Ambulanz. Das Fortsetzen des Kontakts zum Ambulanzpersonal hat sich als stabilisierender Faktor bewährt. In Zusammenarbeit mit den Angehörigen, den zuständigen Bewährungshelfern, den Betreuern, Arbeitgebern u. a. kann so die Kontinuität der Weiterbehandlung als stabilisierender und Sicherheits-Faktor gewährleistet werden.

Spezielle Einrichtungen und Wohngruppen in der Region arbeiten eng mit uns zusammen und bieten einigen Entlassenen den benötigten und stützenden Rahmen auf dem Weg zur Wiedereingliederung.

Pressemitteilungen kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils)

Modellansicht des Neubaus

Modellansicht des Neubaus II

 

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